Mit der Ausstellung des Fotographen Mika Schmidt „Die Kunst vom Krieg zu berichten“ wagten wir uns im letzten Jahr an ein komplett neues Veranstaltungsformat. Das Angebot, abseits sachlicher Diskussionen einen künstlerischen, eher emotionalen und persönlichen Zugang zu politischen Konflikten zu finden, wurde von unseren Kooperationspartnern und vom Publikum wohlwollend angenommen. Wir haben uns deshalb dazu entschlossen, auch dieses Jahr eine Ausstellung durchzuführen – diesmal zum Thema des HDiS 2013, „Flucht und Migration“.

Die diesjährige Ausstellung “Trotz allem: Ich lebe!” ist eine Wanderausstellung der UNO- Flüchtlingshilfe und zeigt Gemälde und Zeichnungen von Frauen, die in ihnen die Erlebnisse, die sie zur Flucht trieben sowie ihre Hoffnungen für ihre Zukunft ausdrücken. Die Bilder entstanden im Haus zum Weißen Stein in Frankfurt am Main, dort wird es Flüchtlingsfrauen ermöglicht, ihre Traumata in verschiedenen Kreativtherapien zu verarbeiten. Ergänzend zum Thema des diesjährigen HDiS, zeigen die Bilder nicht abstrakte Probleme, sondern stellen die Innenperspektive der Betroffenen in den Vordergrund.

Zur Eröffnung der Ausstellung berichtet Trauma-Therapeutin Dr. Manuela Ziskoven vom Refugio Stuttgart über ihre Arbeit und ihre umfassenden Erfahrungen mit traumatisierten Flüchtlingen. Manuela Ziskoven arbeitet seit zwanzig Jahren mit traumatisierten Flüchtlingen in Deutschland, aber auch in Israel und Palästina. Weitere Informationen zu Refugio Stuttgart finden Sie hier.

Wir freuen uns, dass so auch dieser Aspekt von Sicherheit ein “Gesicht” erhält.