Bundeswehr und NATO in Afghanistan

Am 05. Dezember wurde die Veranstaltungsreihe mit einen Vortrag von Elke Hoff, MdB und sicherheitspolitische Sprecherin der FDP, im Heidelberg Center for American Studies fortgesetzt.

Als Mitglied des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages und Kennerin der Sicherheitslage in Afghanistan schilderte Elke Hoff in einem informativen Vortrag die kommenden Herausforderungen nach dem Abzug der NATO-Truppen im Jahr 2014 und wies auf die maßgebliche Veränderung im regionalen Machtgleichgewicht in Folge des internationalen Truppenabzugs hin. Die innenpolitische Stabilität Afghanistans hänge daher stark von den Fortschritten der Versöhnungsgespräche mit den Aufständischen und dem Verlauf der Präsidentschaftswahl 2014 ab. Des Weiteren wachse mit dem Abzug auch die Verantwortung regionaler Akteure wie Pakistan, die regionale Stabilität zu gewährleisten.

Nach Einschätzung von Frau Hoff erfordert die variierende Sicherheitslage innerhalb des Landes allerdings eine flexible Betrachtung der bestehenden Sicherheitsherausforderungen im Zuge der Übertragung der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen. Die deutsche Finanzierung und Unterstützung der Ausbildungsmissionen nach 2014 soll sich daher an der Sicherheitslage vor Ort orientieren um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen zu gewährleisten. Hinsichtlich der Vielzahl der deutschen Auslandseinsätze ist ein zielführendes Konfliktmanagement erforderlich, welches eine Überdehnung der Kräfte vermeiden soll.

Im Anschluss an den Vortrag folgte eine rege Diskussion mit den etwa dreißig Gästen sowohl über innenpolitische als auch sicherheitspolitische Themen im Kontext des Afghanistaneinsatzes und zukünftiger Einsätze der Bundeswehr.