Der zwölfte HDIS widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheits- und Außenpolitik. Insbesondere das Abschmelzen der Eiskappen birgt Konfliktpotenzial um Ressourcen, Handelsrouten und Einfluss.

Signifikanter wissenschaftlicher Evidenz zum Trotz gibt es nach wie vor Skepsis gegenüber dem menschengemachten Klimawandel. Diese wird vereinzelt auch von wichtigen politischen Akteur*innen geäußert, was das sensible Gebiet der Arktis auf besonders problematische Weise betrifft. Bodenschätze sowie wirtschaftliche und militärische Interessen kollidieren in der Arktis mit der Notwendigkeit für den Schutz des Klimas und der Umwelt. Die Dynamik der daraus resultierenden Spannungen ist ein interessantes, wenngleich vernachlässigtes Themengebiet der internationalen Sicherheit, das oft von scheinbar akuteren klassischen Themen überlagert wird. Daher ist es besonders wichtig, auch langfristige Themen wie die Entwicklung in der Arktis in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, und neben der ökologischen auch die politische Perspektive zu betrachten – insbesondere, da politische Entscheidungen einen großen Einfluss auf die ökologische Gesamtsituation haben können.

Der HDIS 2020 wird den Teilnehmer*innen eine interaktive Begegnung in Form eines Planspiels ermöglichen, in dem ökologische mit politischen Fragen gemeinsam behandelt werden. Ein Workshop am Vortag liefert die dafür benötigten Grundlagen und bringt die Teilnehmer*innen auf einen gemeinsamen Wissensstand. Eine interdisziplinäre Perspektive bietet das Social Event, in dem allgemeinere Fragen des Klimawandels aus naturwissenschaftlicher Sicht beleuchtet werden, während in der einleitenden Podiumsdiskussion spezifisch auf die deutsche Arktispolitik eingegangen wird.

 

Podiumsdiskussion: Die deutsche Arktispolitik

 

Workshop: Schmelzendes Eis und schwelende Konflikte

 

Social Event: Eisbrecher

 

Planspiel: Das Lied von Eis und Öl

 

Jetzt anmelden