Die Podiumsdiskussion “Die deutsche und europäische Arktispolitik” wird den diesjährigen Heidelberger Dialog zur internationalen Sicherheit (HDIS) eröffnen. Aufgrund der aktuellen Situation und den Auswirkung der Corona-Pandemie wird der diesjährige HDIS erstmalig ein rein digitales Format haben. So auch die diesjährige Podiumsdiskussion: Wir werden online auf der Plattform Zoom zusammenkommen. Dabei wird die Podiumsdiskussion wie in den vergangenen Jahren auch Besucher*innen zugänglich sein, die nicht am kompletten, diesjährigen HDIS teilnehmen. Um den Zugang zum Zoommeeting zu erhalten, klicken Sie auf den Anmeldungsbutton am Ende dieser Seite und füllen Sie das Formular aus. Sie werden dann eine E-Mail mit dem Einladungslink zum Zoom-Meeting erhalten.

Der zwölfte HDIS widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf die internationale Sicherheits- und Außenpolitik. Insbesondere das Abschmelzen der Eiskappen birgt Konfliktpotenzial um Ressourcen, Handelsrouten und Einfluss. Signifikanter wissenschaftlicher Evidenz zum Trotz gibt es nach wie vor Skepsis gegenüber dem menschengemachten Klimawandel. Diese wird vereinzelt auch von wichtigen politischen Akteur*innen geäußert, was das sensible Gebiet der Arktis auf besonders problematische Weise betrifft. Bodenschätze sowie wirtschaftliche und militärische Interessen kollidieren in der Arktis mit der Notwendigkeit für den Schutz des Klimas und der Umwelt. Die Dynamik der daraus resultierenden Spannungen ist ein interessantes, wenngleich vernachlässigtes Themengebiet der internationalen Sicherheit, das oft von scheinbar akuteren klassischen Themen überlagert wird. Daher ist es besonders wichtig, auch langfristige Themen wie die Entwicklung in der Arktis in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, und neben der ökologischen auch die politische Perspektive zu betrachten – insbesondere, da politische Entscheidungen einen großen Einfluss auf die ökologische Gesamtsituation haben können.

Podiumsdiskussion: Die deutsche und europäische Arktispolitik

Im Rahmen der öffentlich zugänglichen Podiumsdiskussion des HDIS 2020 sollen den Teilnehmer*innen wichtige Aspekte der deutschen und europäischen Arktispolitik nähergebracht und aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten werden. Der Fokus soll darauf liegen, den Teilnehmer*innen einen Zugang zu den komplexen Wechselwirkungen von sicherheitspolitischen, ökonomischen und ökologischen Interessen in der Arktis zu ermöglichen und die von der internationalen Gemeinschaft ergriffenen Maßnahmen nachzuvollziehen. Außerdem bietet die Podiumsdiskussion einen Rahmen für die Workshops und das Planspiel an den Folgetagen an. Im Vordergrund des Austauschs stehen die außenpolitischen Interessen Deutschlands und der EU in der Arktis. Neben Fragen der geopolitischen Interessen und der Verteidigung sollen idealerweise auch wirtschaftliche Interessen der deutschen und europäischen Arktispolitik angesprochen werden. Außerdem sollen Fragen der ökologischen Nachhaltigkeit und der Umweltpolitik ebenfalls berücksichtigt werden.

Das Forum für internationale Sicherheit begrüßt als Diskutanten den CDU-Europaabgeordneten und außenpolitischen Sprecher der EVP-Fraktion Michael Gahler. Neben Herrn Gahler wird Dr. Konstantinos Tsetsos, Researcher am Metis Institut für Strategie und Vorausschau an der Universität der Bundeswehr München, ebenfalls als Diskutant an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Die Veranstaltung wird moderiert werden von Herrn Felix Deist, Mitglied des Forums Neue Sicherheitspolitik der Heinrich-Böll-Stiftung..

Folgende Fragestellungen sollen im Rahmen der Podiumsdiskussion angesprochen werden:

  1. Welche Intentionen verfolgt Deutschland und die EU bei der Teilhabe in der internationalen Arktispolitik und wie agiert es neben anderen einflussreichen Staaten in der Region?
  2. Wie positioniert sich Deutschland und die EU bei der Frage um den Schutz der Arktis im internationalen Vergleich?
  3. Wie sehen die zukünftigen Maßnahmen der deutschen und europäischen Arktispolitik aus und inwiefern unterscheiden sie sich von den Maßnahmen anderer Akteur*innen?
  4. Welche sicherheitspolitischen Maßnahmen strebt Deutschland un die EU an, um den Frieden in der Arktis zu erhalten?
  5. Mit welchen Herausforderungen könnte Deutschland und die EU in der Arktis konfrontiert sein? Welche internationalen Plattformen stehen für einen multilateralen Austausch bereit?

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