Das Südchinesische Meer gilt als eine der wichtigsten maritimen Regionen der Welt – wirtschaftlich, kulturell und militärisch. Zahlreiche Handelsrouten verlaufen durch dieses Territorium und ergiebige Ressourcen natürlicher Art werden im Meeresboden vermutet. Einen Anspruch auf diese zudem militärstrategisch überaus bedeutende Region haben im Laufe der Geschichte sieben Staaten angemeldet, wobei die internationale Gerichtsbarkeit bisher zu keinem durchsetzungsfähigen Ergebnis gekommen ist. Die Volksrepublik China beansprucht nahezu 90 Prozent des Seegebietes. Im vergangenen Jahrzehnt hat sie materielle Fakten geschaffen und Militäranlagen auf den Spratley- und Paracel-Islands im Mittelpunkt des Territoriums errichtet. Diese gleichen in ihrer strategischen Bedeutung nun fest-stationierten Flugzeugträgern und könnten damit einen gewaltigen Vorteil in der Auseinandersetzung um das Südchinesische Meer darstellen, sofern es zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen sollte.

Denn die gesamte Sicherheitsarchitektur im Südchinesischen Meer scheint auf Sand errichtet worden zu sein. Immer wieder häufen sich Meldungen rund um Vorfälle in der Region und die künstlichen Inseln der Volksrepublik weisen langsam im Angesicht der Kraft der Natur erste Risse auf – so auch der Frieden in der Region?

 


Über diese Themen und weitere Entwicklungen im Südchinesischen Meer diskutieren wir am Dienstag, den 8. Juni 2021 von 18 – 20 Uhr mit folgenden Referent*innen:

 

Dr. Christian Wirth

Research Fellow am GIGA Institut Hamburg mit den Schwerpunkten Traditionelle and nicht-traditionelle (kritische) Sicherheitspolitik in Ostasien und dem Pazifik und Maritime Sicherheit und Gouvernanz im asiatisch-pazifischen Raum mit dem spezifischen Fokus auf die Länder China, Japan, Korea, Ostasien und Australien.

 

 

Marina Rudyak, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sinologie der Universität Heidelberg. Ihre Forschung fokussiert sich dabei vor allem auf China als globaler Entwicklungsakteur, spezifisch die chinesische Entwicklungszusammenarbeit und Finanzpolitik, die Implikationen der Belt and Road Initiative (BRI) sowie die politische Ideologie der Chinesischen Kommunistischen Partei.

 

 

Jason Franz, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen des Instituts für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg. Seine Forschungsinteressen liegen auf der politischen Konfliktforschung und der Theorie internationaler Beziehungen. Sein regionaler Schwerpunkt ist die indo-pazifische Region, insbesondere China, Japan und Indien.

 

 


Ein ausführlicher Bericht zur Veranstaltung erscheint demnächst hier auf der Website.