| Einführungsveranstaltung | ||
| Politische Konflikte I | Völkerrecht I | Außenpolitik I |
| Politische Konflikte II | Völkerrecht II | Außenpolitik II |
| Podiumsdiskussion | ||
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Die Einführungsveranstaltung unter dem Titel „Das Phänomen schwacher Staatlichkeit“ war als Vorlesung für alle Tagungsteilnehmer den Workshops der drei Themensäulen „Politische Konflikte“, „Völkerrecht“ und „Außenpolitik“ zeitlich und inhaltlich vorgelagert. Ziel der Veranstaltung war es, bei den Tagungsteilnehmern und -teilnehmerinnen ein gemeinsames Wissensniveau hinsichtlich der Fragen, Konzepte und Probleme schwacher Staatlichkeit zu gewährleisten und bereits vorhandenes Wissen wieder präsent zu machen, um ein gleich bleibendes und angemessenes Diskussionsniveau der anschließenden Workshops zu erreichen. Die einstündige Einführungsveranstaltung wurde von Janet Kursawe, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) in Heidelberg und Christoph Trinn, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Politische Wissenschaft der Universität Heidelberg, durchgeführt.
Herr Trinn erläuterte zunächst den Grundbegriff der schwachen Staatlichkeit und nahm anschließend Bezug auf die Großthemen der Tagung (Politische Konflikte, Völkerrecht, Außenpolitik), indem er die fundamentalen Diskussionen in den Teilbereichen anschaulich nachzeichnete (unter anderem waren dies Neue Kriege / Kleine Kriege, „Responsibility to Protect“ und Souveränität). Im Anschluss hat Frau Kursawe die skizzierten Begriffs- und Problemdiskussionen am Fall Afghanistan empirisch illustriert. Zu diesem Zweck gab sie zunächst einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung des Landes und lenkte den Blick der Teilnehmer anschließend vor allem auf die verschiedenen Konfliktlinien inner- und außerhalb Afghanistans, die militärischen Interventionen von Seiten des Westens sowie die Frage der Sicherheitssektorreform.
Ausgestattet mit diesem theoretischen und empirischen „Rüstzeug“ waren die Teilnehmer - in Ergänzung zum vorab von Organisatoren und Referenten gemeinsam erstellten und an alle Beteiligten versandten Reader mit den wichtigsten Texten zum Thema - nicht nur optimal auf die kommenden Workshops und Debatten vorbereitet. Die so bereits vorab angeregte, interdisziplinäre Diskussionsfreude der Teilnehmer auch über die Grenzen der Kleingruppen hinaus, wirkte sich maßgeblich auf die Qualität der Veranstaltung aus.