Das FiS ist eine Kooperation von mehreren Institutionen, die sich in Heidelberg mit Außen- und Sicherheitspolitik beschäftigen. Im Folgenden werden diese kurz vorgestellt:
Die Außen- und Sicherheitspolitischen Studienkreise e.V. (ASS) sind ein Zusammenschluss von Studierenden und Alumni aller Fachrichtungen sowie Interessierten, die sich für Internationale Beziehungen, Völkerverständigung und Außen- und Sicherheitspolitik begeistern. ASS ist überparteilich und unabhängig. Mit seinem Engagement und seinen Projekten setzt sich ASS für die Völkerverständigung ein. Seminare, Trainings, Workshops, internationale Reisen, Publikationen sowie die Zeitschrift "Defacto" sind Bestandteil seines studentischen Wirkens. Mit dem fächerübergreifenden Diskurs soll die interdisziplinäre Zusammnarbeit gefördert und Menschen angeregt werden über Zusammenhänge in den Internationalen Beziehungen kontrovers zu diskutieren.
Die CONIS Forschungsgruppe ist ein wissenschaftliches Team an der Universität Heidelberg, das sich mit der weltweiten Erforschung inner- und zwischenstaatlicher politischer Konflikte seit 1945 und ihrer Dynamiken und Kausalmechanismen befasst. Herzstück der Forschungstätigkeit ist das "Conflict Information System" (CONIS), eine auf qualitativer Analyse fußende quantitative Datenbank zu den Akteuren, den Strukturen und der Austragung gewaltsamer und gewaltfreier Konflikte. CONIS ist Nachfolger des Konflikt-Simulations-Modells (KOSIMO), das seit 1991 in Heidelberg ansässig war. Die Forschungsgruppe ist u.a. im Rahmen von Projekten zur Vorhersage von Flüchtlingsbewegungen (im Auftrag der Europäischen Union) und zur Erforschung der Muster und Ursachen kultureller Konflikte (im Auftrag der Bertelsmann Stiftung) tätig geworden und beschäftigt sich zurzeit im Rahmen eines Projekts mit Ressourcenkonflikten in Afrika.
Die 1957/58 entstandene Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft (FEST) vereinigt verschiedene Disziplinen unter ihrem Dach und führt so zu einem intensiven interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch. Die wissenschaftliche Forschung der FEST ist auf die Arbeitsbereiche Religion und Kultur, Frieden und Nachhaltige Entwicklung sowie Theologie und Naturwissenschaft ausgerichtet. Momentan findet die auf Gemeinschaftsprojekte angewandte Kollegiumsarbeit zu dem Thema "Internationale Gerechtigkeit" statt.
Das Heidelberg Center for American Studies (HCA) ist eine zentrale akademische Einrichtung der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und finanziell zugleich eine Public-Private Partnership. Das im Jahr 2003 gegründete, multidisziplinäre Zentrum erforscht, analysiert und vermittelt Kenntnisse über historische, kulturelle, wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Entwicklungen in den USA. Das HCA fördert zudem den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit und trägt zur Schaffung und Stärkung transatlantischer Netzwerke bei.
Der Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur e.V. (HCWK) ist eine unabhängige, überparteiliche und fächerübergreifende Studenteninitiative an der Universität Heidelberg. Er wurde 1988 mit dem Ziel gegründet, die Ausbildung an den Universitäten durch Praxisbezug und interdisziplinären Austausch zu ergänzen. Zu diesem Zweck organisiert der HCWK in Heidelberg seit 1989 jährlich ein mehrtägiges Symposium zu einem aktuellen Thema von gesellschaftlicher Relevanz. Schirmherren der Heidelberger Symposien waren in den vergangenen Jahren u.a. Javier Solana, Hans-Dietrich Genscher, Klaus Kinkel und Ignaz Bubis. 2008 wurde der HCWK für zudem von der Bundesregierung als "Ort im Land der Ideen" ausgezeichnet.
Das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung e.V. (HIIK) ist an der Universität Heidelberg angesiedelt und widmet sich der Erforschung, Evaluation und Dokumentation inner- und zwischenstaatlicher politischer Konflikte. Es wurde 1991 gegründet und ging aus einem unter anderem von der DFG geförderten Forschungsprojekt KOSIMO (Konflikt-Simulations-Modell) hervor. Alljährlich publiziert das HIIK mit dem Konfliktbarometer eine Zusammenfassung des weltweiten Konfliktgeschehens. Die Konfliktanalyse gründet sich dabei auf einer innovativen Methodik. So liegt der Arbeit des HIIK eine qualitative Konflikt- und Kriegsdefinition zugrunde, die von der verbreiteten Definition über die Anzahl von Todesopfern abgrenzt. Der wachsenden Bedeutung nicht-staatlicher Akteure im internationalen Konfliktgeschehen wird es durch die Inklusion von politischen Konflikte, die ohne Staatsbeteiligung ausgetragen werden, gerecht. Weiterhin untersucht das HIIK auch gewaltlose Konflikte und vermag so Eskalations- und Deeskalationsdynamiken zu analysieren.
Das Institut für Politische Wissenschaft (IPW) ist an der Universität Heidelberg der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zugeordnet. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen unter anderem auf den Politischen Institutionen, auf den Entscheidungsprozessen und der Staatstätigkeit in der Bundesrepublik Deutschland, auf dem Vergleich politischer Systeme in Westeuropa und Nordamerika, in Mittel- und Osteuropa, in Lateinamerika und in Süd- und Südostasien, auf der Erforschung von Demokratisierung und Systemtransformation, auf dem Wahlrecht und den Wahlsystemen im internationalen Vergleich, auf der Europäischen Integration sowie auf der Analyse von Konflikten in den internationalen Beziehungen.
Die Junge Universität will alle Aktivitäten der Universität im Bereich Jugend und Wissenschaft sichtbar machen und unterstützen. Sie ist Teil des Bereichs "Wissensaustausch und Innovation" im Rahmen der Exzellenzinitiative. Derzeit werden schon über 10.000 Kinder, Jugendliche und Studieninteressierte pro Jahr von den diversen Angeboten der Universität angesprochen. Von der Kinderuniversität über spezielle Ferienprogramme bis hin zur Grünen Schule gibt es eine Vielzahl von Projekten, zu welchen auch das Forum für internationale Sicherheit Heidelberg gehört.
Die Landeszentrale für politische Bildung (LpB) ist eine Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. Sie dient der Förderung und Vertiefung politischer Bildung auf überparteilicher Grundlage, sowie der Festigung und Verbreitung des Gedankengutes der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die Landeszentrale bietet Information und Orientierung zur Meinungs- und Urteilsbildung, dazu Beratung und Unterstützung in allen Fragen der politischen Bildung.